Fünf Fragen an: Marcus Nissen, Leiter Abteilung Bildungsmanagement

Marcus Nissen ist seit 25 Jahren an der Akademie für Hörakustik tätig. Im Jahr 2000 begann er als Dozent. Mittlerweile verantwortet der Hörakustiker-Meister, der auch ausgebildeter Augenoptiker ist, seit vielen Jahren die Abteilung Bildungsmanagement. Dafür verknüpfen er und sein Team täglich Menschen, Wissen und Räume. Was ihn auch nach einem Vierteljahrhundert Tätigkeit am Campus Hörakustik immer aufs Neue begeistert, berichtet er im Interview.

1.Warum haben Sie sich entschieden, an der Akademie für Hörakustik zu arbeiten?

Es macht mir Freude, dort zu arbeiten, wo das Hörakustiker-Handwerk aus allen Teilen Deutschlands zur Aus- und Fortbildung zusammenkommt. Zudem habe ich Spaß daran, Menschen Wissen und Kenntnisse für ihren Beruf zu vermitteln. Nach meiner Fortbildung zum Meister, habe ich zunächst angefangen, an der Akademie für Hörakustik als Gastdozent zu unterrichten. Schon nach kurzer Zeit hatte ich immer mehr Einsätze. Schließlich erhielt ich das Angebot, eine Dozentenstelle zu übernehmen. Das war vor 25 Jahren.

2. Welche Aufgaben haben Sie?

Operativ administriere ich mit meinem Team in der Abteilung Bildungsmanagement die Einsätze von Dozentinnen und Dozenten, leite und lenke sie und sorge dafür, dass sie immer passende Räume für ihre Kurse zur Verfügung haben. Dabei helfen die langjährige Erfahrung und ein gutes Maß an Flexibilität.

Zudem gestalte ich Bildungsangebote. Ich habe an großen Regelwerken mitgearbeitet, wie an der Ausbildungsordnung 2016 und später an der neuen Meisterprüfungsverordnung, die 2022 in Kraft getreten ist.

Das jüngste Projekt ist die Neukonzeption des Meisterkursprogramms der Akademie für Hörakustik. Es war uns wichtig, Lernende in all ihren unterschiedlichen Lebenssituationen mit einem organisatorisch variantenreichen Kursangebot zur Meisterfortbildung zu motivieren. Neben unserem Vollzeit-Meisterkurs gibt es jetzt verschiedene berufsbegleitende Online-, Hybrid- und Präsenz-Meisterkursvarianten.

3. Was bereitet Ihnen an Ihrer Tätigkeit besonders viel Freude?

Tolle Kurse und Fortbildungen anzubieten und zu sehen, wie sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dadurch beruflich weiterentwickeln.

4. Welche besonderen Herausforderungen gab es?

Die Hochphase der Coronapandemie war eine große Herausforderung. An der Akademie für Hörakustik haben wir den Bildungsbetrieb laufend an die sich ständig ändernden behördlichen Vorgaben angepasst. Wir mussten oft mehrfach planen, umplanen und immer wieder neue Lösungen finden. Unsere Erfahrungen mit E-Learning haben uns geholfen, unsere Online-Unterrichte deutlich zu erweitern. So ist es uns gelungen, weiterhin die Ausbildung und den Ausbildungsabschluss zu ermöglichen.

5. Was macht den Campus Hörakustik so besonders?

Der Campus Hörakustik bringt Hörakustikerinnen und Hörakustiker aus ganz Deutschland zusammen, lebt Gemeinschaft, zentralisiert Fachwissen und bündelt Ressourcen. Alle ziehen hier an einem Strang, um beste Ausbildungsbedingungen und ein einzigartiges Ausbildungsniveau zu bieten. Dazu gehört die starke Vernetzung von Akademie für Hörakustik und der bundesoffenen Landesberufsschule für Hörakustiker und Hörakustikerinnen mit den Kooperationspartnern DHI, TH Lübeck, UKSH, der Universität zu Lübeck und den Hörhanse-Bündnispartnern. Das alles schätze ich sehr.