Fünf Fragen an: David Maischack, Leiter der Abteilung Gesellenprüfung und IT-Entwicklung und Bereichsleiter Überbetriebliche Lehrlingsunterweisung

David Maischack ist seit 15 Jahren Teil des Teams der Akademie für Hörakustik in Lübeck. Als Leiter der Abteilung Gesellenprüfung und IT-Entwicklung und Bereichsleiter Überbetriebliche Lehrlingsunterweisung sorgt er dafür, dass Prüfungen reibungslos ablaufen und digitale Prozesse stetig voranschreiten. Im Interview spricht er über seine vielfältigen Aufgaben, die besonderen Herausforderungen und was den Campus Hörakustik für ihn so einzigartig macht.

1. Warum haben Sie sich entschieden, an der Akademie für Hörakustik zu arbeiten?

Tatsächlich war es damals vor allem eine Standortfrage: Ich wollte nach meiner Ausbildung in Lübeck bleiben und habe geschaut, was es hier für Möglichkeiten gibt. Rückblickend würde ich die Frage anders beantworten, denn heute weiß ich, was für ein besonderer Ort der Campus Hörakustik ist, das Zentrum einer gesamten Branche. Das ist im Handwerk fast einzigartig.

2. Welche Aufgaben haben Sie?

Mein Arbeitsalltag ist vielfältig und reicht von der Organisation der Gesellen- und Zwischenprüfungen über die Betreuung des Lehrlingsreferats bis zur Digitalisierung unserer Abläufe. Gemeinsam mit meinem Team sorge ich dafür, dass die Prüfungen reibungslos ablaufen, von der Anmeldung bis zur Durchführung. Wir sind Ansprechpartner für Auszubildende, koordinieren die externen Prüfer und kümmern uns um deren Unterbringung. Und wir helfen, wenn zum Beispiel jemand aufgrund individueller Bedürfnisse einen Nachteilsausgleich bei einer Prüfung beantragt.

Auch die IT-Entwicklung liegt in meiner Verantwortung. Darunter fällt etwa die Einführung des digitalen Berichtshefts. Aktuell gibt es ein spannendes Digitalisierungsprojekt, welches die gesamten Prüfungen papierlos machen soll.

Außerdem bin ich für die überbetriebliche Lehrlingsunterweisung zuständig. Dafür binde ich u.a. externe Dozenten ein und unterstütze bei Förderanträgen der Betriebe.

Kurz gesagt: Ich halte viele Fäden zusammen.

3. Was bereitet Ihnen an Ihrer Tätigkeit besonders viel Freude?

Die Abwechslung und Dynamik. Kein Tag ist wie der andere. Mein Team und ich arbeiten im Hintergrund daran, dass alles glatt läuft. Besonders schön ist es, wenn wir alle gemeinsam den Erfolg der Azubis feiern können. Auch die enge Verzahnung aller Institutionen auf dem Campus und bis nach Mainz macht die Arbeit für mich so erfüllend: Berufsschule, Akademie, Bundesinnung und Prüfungsausschuss arbeiten hier wirklich Hand in Hand.

4. Welche besonderen Herausforderungen gab es?

Anfangs war es gar nicht so leicht, die komplexen Abläufe auf dem Campus zu durchschauen – von der Datenpflege bis zur Verwaltung der Software. Eine Herausforderung, die ich sehr schätze, ist, dass das Profil der Auszubildenden sich stets verändert. Wir müssen schnell, digital und flexibel sein, ohne dabei Qualität einzubüßen. Das ist spannend, aber es gelingt uns sehr gut.

5. Was macht den Campus Hörakustik so besonders?

Die international einmalige Lernortkooperation ist örtlich zentriert und bündelt einen Großteil des Wissens der Hörakustik-Branche in Lübeck, bringt aber auch eine bundesweite Vernetzung mit sich, weil wir die Auszubildenden aus ganz Deutschland bei uns haben. Das sorgt dafür, dass wir immer am Puls der Zeit sind und Veränderungen schnell umsetzen können. Für mich ist es etwas Besonderes, diesen Weg aktiv mitzugestalten und so einen Beitrag zur Qualität im Hörakustiker-Handwerk zu leisten.