Ministerpräsident Daniel Günther übergibt Schul-Sonderpreis Inklusion und Vielfalt

Übergabe des Schul-Sonderpreises des Ministerpräsidenten für Inklusion und Vielfalt an die Bundesoffene Landesberufsschule für Hörakustiker und Hörakustikerinnen (LBS) am Campus Hörakustik in Lübeck (v.l.n.r.): Werner Feyerabend, stellvertretender Schulleiter der Berufsschule der Handwerkskammer Lübeck, Jens Rießen, LBS-Außenstellenleiter, Michael Blau, Schulleiter der Berufsschule der Handwerkskammer Lübeck, Daniel Günther, Ministerpräsident des Landes Schleswig-Holstein, Dr. Désirée Burba, Bildungsministerium des Landes Schleswig-Holstein, Michael Gülck, Schleswig-Holsteinisches Institut für Berufliche Bildung, Vivien Kerber, Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein und Anke Lürmann, Abteilungsleiterin LBS.

Der Ministerpräsident des Landes Schleswig-Holstein Daniel Günther besuchte am 8. November 2024 den Campus Hörakustik, um der Bundesoffenen Landesberufsschule für Hörakustiker und Hörakustikerinnen den Schul-Sonderpreis für Inklusion und Vielfalt zu übergeben.

„Das Thema Inklusion ist an der Landesberufsschule für Hörakustiker und Hörakustikerinnen fest verankert und wird hier gelebt“, begründete Ministerpräsident Daniel Günther die Preisvergabe und ergänzte: „Sie bilden junge Frauen und Männer aus ganz Deutschland nicht nur zu fachlich hervorragenden Hörakustikern aus, sondern auch zu solchen, die sich später gut in ihre Kundinnen und Kunden hineinversetzen können. In Projekten erfahren die Auszubildenden, was es bedeutet, schlecht zu hören, schlecht zu sehen oder auf einen Rollstuhl angewiesen zu sein, und reflektieren das später im Unterricht. So sind sie sensibilisiert für die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen. Herzlichen Dank für dieses großes Engagement für eine inklusive Gesellschaft!“

Die Landesberufsschule erhält die mit 5.000 Euro dotierte Auszeichnung für ihre jahrelange Arbeit zum Thema Inklusion, sowohl für die tiefe Verankerung des Themas in den Unterrichten als auch für die Bereitstellung von Hilfsmitteln für Beeinträchtigte. Zur inklusiven Beschulung gehören zum Beispiel niedrigschwellige Beratungsangebote für Schülerinnen und Schüler mit dem Ziel, gemeinsame Strategien zu entwickeln, die Lernen und Arbeiten auch unter besonderen Herausforderungen ermöglichen. Daneben geht ein 14 Angebote umfassendes Kurssystem für den Sportunterricht auf die unterschiedlichen Bedürfnisse und Möglichkeiten der jungen Menschen ein.

Nach der Preisübergabe nahm der Ministerpräsident an einer Schüler-Feedback-Runde zum Projekt „Eingeschränkte Hörwahrnehmung“ am Campus Hörakustik teil, das die Auswirkungen von Schwerhörigkeit im Alltag für normalhörende Schülerinnen und Schüler erlebbar macht. Zudem besichtigte er ein Labor mit hochmoderner Technik am Campus Hörakustik, wo ein digitaler 3D-Ohrscan demonstriert wurde.

Eberhard Schmidt, Präsident der Bundesinnung der Hörakustiker, übersandte seine Glückwünsche im Namen des Hörakustiker-Handwerks zum Schul-Sonderpreis Inklusion und Vielfalt mit den Worten: „Ich freue mich sehr über die Vergabe dieser großartigen Auszeichnung an die Landesberufsschule. Sie bestätigt einmal mehr, wie hervorragend es am Campus Hörakustik gelingt, Inklusion und Vielfalt vorzuleben und junge Menschen für unseren anspruchsvollen Gesundheitsberuf bestens zu qualifizieren. Wir Hörakustiker wissen, welche Hürden hörbeeinträchtigte Menschen im Alltag mitunter nehmen, sehen es als unsere Aufgabe, dafür zu sensibilisieren und Lebensqualität zurückzugeben.“